Waldhandschrift

Die «Waldhandschrift» (1984/1987)

Die «Waldhandschrift» (1984/1987)
Zum Schweizer Legendenschatz gehören der Eremit Gallus und sein Bär. Das nachmalige Kloster ist zur erstrangigen Schatzkammer von Handschriften geworden. Daraus ist nach den alarmierenden Waldschadenberichten das Projekt «Waldhandschrift» erwachsen: 123 SchriftstellerInnen haben originale Texte gestiftet, die von 33 ScriptorInnen im Stil der europäischen Handschriften auf Pergament geschrieben wurden. Durch einen Glücksfall erhielt er märchenhafte Miniaturen. Der Codex wird nicht photographiert, nicht faksimiliert — seine Texte werden gemäss der Tradition einzig handschriftlich weitergegeben. Der Codex wurde 1987 auf dem Rütli der Schweiz geschenkt, die Rede hielt Adolf Muschg, und seither an weit über 100 Orten Europas öffentlich aufgelegt. Die Stiftsbibliothek St. Gallen bewahrt den Codex treuhänderisch auf: dort ist er im Lesesaal einsehbar.